Transferarbeit 2017-09-18T19:44:13+00:00

Transferarbeit: Kooperation der Schule mit der Umgebung

Die Schule führt kein Inselleben, auch wenn sie gern „Leuchtturm“ sein möchte. In vielen begleiteten Praktika der Schülerinnen und Schüler in der umgebenden Landwirtschaft sind diese gern gesehene Fachkräfte, die das zuvor an der Mbuye Farm School erlernte Knowhow in die Umgebung tragen, das sich sofort auf die Erträge auswirkt: Fruchtfolge, Bodenpflege, Kompostierung, Dung, Bewässerung, Tierpflege, Farm-Management.

Auch aus anderen Unterrichtsfächern ist Transferarbeit entstanden, die durch „Outreaches“ in die Umgebung streuen. In früheren Jahren hat die Schule ein Augen-Heilkunde-Center betrieben und Untersuchungen, Beratungen und hygienische Behandlungen durchführen können, auch Brillen vermessen und ausgegeben. Ebenfalls wurden Traditionen der Kräuterheilkunde wiederbelebt und verbreitet. In einer Maismühle wurden kleine Bedarfsmengen Mais gemahlen; damals ein Erfolgsmodell. Leider sind diese drei Aktivitäten inzwischen eingestellt.

Aktuell weiter betrieben als Transferarbeit werden im „Außendienst“ aber:

Farming: Beratungen und Schülerpraktika in Landwirtschaft und Tierhaltung

Ernährungsberatung und Kinderernährung

Bei Milchknappheit wird als Alternative die Herstellung von Sojamilch demonstriert, vor allem auch als Kindernahrung. Darüber hinaus wird vermittelt, wie der oft zu einseitige Speiseplan erweitert werden kann.

Hygiene, HIV-Aufklärung, Sexualaufklärung

HIV hat extreme Auswirkungen auf das Land gehabt. Es erholt sich langsam aber deutlich. In zahlreichen Programmen wird Aufklärung betrieben, um das Problem zu mindern. Die Schule nimmt an diesem Programm teil, indem sie Aufklärung betreibt, themenbezogene Theaterstücke vorführt, oder an Sportwettkämpfen des Programmes teilnimmt. Auch das Thema Hygiene in weiterem Sinne wird mit den Bewohnern der Umgebung bearbeitet.

Der Ausstellungstag Landwirtschaft und Tierhaltung

Jedes Jahr veranstaltet die Schule auf ihrem Campus eine landwirtschaftliche Lehr-Ausstellung, zu der Schulklassen unterschiedlicher Altersstufen aus der gesamten Umgebung eingeladen sind. Die Schulklassen kommen mit Bussen angereist und bevölkern den Campus mit bis zu 1000 Schülerinnen und Schülern. An den einzelnen Stationen erklären Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihren Lehrkräften die Auslagen zu breit gefächerten Themen aus der Landwirtschaft. Diese Veranstaltung ist einmalig in der Gegend und wird großartig angenommen!