Schulleben 2017-09-18T19:54:35+00:00
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Das Schulleben

95% der Students (Schülerinnen und Schüler) sind im Internat auf dem Campus untergebracht und verbringen dort ihr Schulleben in Unterricht und Freizeit. Zu Feierlichkeiten und Empfängen werden zumeist traditionelle und moderne Tänze eingeübt und vorgeführt, eingebettet in Theaterstücke. Besondere Höhepunkte verschaffen die Partner aus Deutschland bei ihren Besuchen, wenn sie Bullroasting und Limo-Party spendieren. Obwohl die Schule eine katholische Einrichtung ist, die die religiöse Erziehung sehr vordergründig pflegt, werden auch andere Konfessionen aufgenommen und respektvoll behandelt. Der Umgang miteinander ist wohltuend tolerant. Die traditionellen Tänze sind sehr beliebt und beinhalten sehr oft auch „getanzte Geschichten“, allerdings dann auch in der traditionellen Sprache. In den frühen Abendstunden erlebt man unglaublich viele Students bei ihren „Preps“, also Lernen und Hausaufgaben, im Lesesaal oder in Klassenräumen, wenn das Licht funktioniert (immer öfter). Vor dem Eintreten der Dunkelheit (die Dämmerung dauert in Uganda höchstens zehn Minuten!) wird eine Andacht angeboten und auch intensiv genutzt. Wir als Besucher erleben die jungen Leute auf dem Campus immer sehr entspannt und aufgeschlossen und in guter Stimmung.

Freizeit und Sport

Die Jungs lieben, wie die meisten männlichen Afrikaner, das Fußballspiel. Volleyball und Korbball (das ist nicht dasselbe wie Basketball) spielen sowohl die Jungen als auch die Mädchen. Der Mädchensport ist ausbaufähig! Wenn die deutschen Freunde ein paar Badminton-Schläger mitbringen, greifen sie gern zu. Ansonsten sind Gymnastik, Tanz und Musik sehr beliebt und für uns Besucher immer wieder ein Erlebnis.

Die Clubs

Für die unterrichtsfreie Zeit richten sich die Students einige Clubs zu unterschiedlichen, teils wechselnden Themenfeldern ein, zumeist ohne Begleitung durch eine Lehrkraft. Bei uns nennen wir diese Clubs wohl AGs, Arbeitsgemeinschaften. Zur Zeit sind das: Debattieren, Heimat, Interaktion (Umgangsformen), Wild Life, Theater, Schriftstellerei und  religiöse Themen.

Krankenversorgung

Die Schülerinnen und Schüler, zusammen mit dem Lehrpersonal und anderen Staffmitgliedern und ihren Familien, bilden auf Campus 1 und Campus 2 zusammen eine ca. 900-köpfige Gemeinschaft. Kleine bis mittlere Verletzungen und auch landesübliche Krankheiten (z.B. Malaria!) werden direkt vor Ort in einer klinikartigen Krankenstation behandelt, die 2014 eröffnet wurde. Es gibt dort zwei mal 8 Betten (männlich/weiblich) und gute Ausstattung. Weite Transportwege werden so vermieden. Die leitende Schwester ist ein „Eigengewächs“ der Schule mit umfangreicher Ausbildung und weitreichenden Kompetenzen bezüglich Diagnostik und Medikation. Besonders schwere Fälle werden außerhalb behandelt.