HIV-AIDS

HIV-AIDS in Uganda.

Uganda ist durch tropische Krankheiten belastet

Als Region direkt unter dem Äquator ist Uganda erheblich durch Malaria und andere tropische Krankheiten betroffen. Insbesondere Kinder, mit einer Sterblichkeitsrate von 60,82 pro 1000 Lebendgeburten (Deutschland: 3,46. Japan: 2,13). Auch Gelbfieber tritt in Abständen immer mal wieder auf. Reisende sollten sich vorher beraten lassen und entsprechende Prophylaxe betreiben. Im September 2000 brach im Norden eine Ebola-Epidemie aus, die etwa 200 Menschen das Leben kostete. Aber die größte Epidemie der vergangenen Jahrzehnte in Uganda war HIV-AIDS.

Die HIV-Geschichte Ugandas

HIV/AIDS in UgandaSeit 1980 ist Uganda von HIV-AIDS betroffen, gilt in manchen frühen Veröffentlichungen sogar als Ursprung der Krankheit HIV-AIDS. In neueren Untersuchungen wird der Ursprung in Kinshasa (Kongo) lokalisiert. Die prozentuale Betroffenheit der Bevölkerung in Uganda schwankt in den unterschiedlichen Beiträgen. Sicher bleibt aber, dass das Entwicklungsland Uganda neben allen anderen entwicklungshemmenden Umständen durch diese Krankheit besonders hart betroffen war. „Uganda ist eines der wenigen Länder, in dem es nach anfänglichem Herunterspielen der Tatsachen gelungen ist, die Aidsrate drastisch zu senken. Seit Ende der 1980er bis heute ist die Rate von 16% auf 4% gefallen. Möglich wurde dies durch eine umfassende Aufklärungskampagne und durch Prävention mittels des ABC-Ansatzes, welcher eine Erziehung zur Enthaltsamkeit, Treue und Kondomverwendung vorsieht. “ (Wikipedia:  https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_Ugandas)

Präventionsprogramme

HIV-AIDS UgandaVor allem staatliche, aber auch internationale Programme zur Bekämpfung von HIV-AIDS haben die Verbreitungsrate (engl.: prevalence) erheblich reduziert. Seit etwa 2010 hat sich die Lage wieder verschlechtert. Eine der Strategien nennt sich ABC-Ansatz.

Die Farm School im Präventionsprogramm

Auch die Mbuye Farm School war und ist, wie wohl die meisten Schulen im Land, in diese Programme involviert. Neben der Aufklärung an der Schule selbst beteiligen sich Gruppen der Schule an Kampagnen außerhalb der Schule, die HIV-AIDS zum Thema haben. Es werden sportliche Wettkämpfe ausgetragen und unter dieses Thema gestellt. Außerdem Gesangswettstreite oder auch Theaterstücke vorgeführt, die dann immer in Gesprächsrunden einmünden und so der Hygiene- und Sexualaufklärung dienen. Die Jugendlichen sind immer sehr stolz, wenn sie von derartigen Veranstaltungen Pokale mitbringen können. Das Thema HIV-AIDS wird so in der Bevölkerung ständig wach gehalten, glücklicherweise mit Erfolgen. Unter den Bildern auf dieser Website finden sich auch Schilder mit der Aufschrift „Always say no to sex“, die eng mit diesen Kampagnen verbunden sind.

Homophobie in Uganda

Möglicherweise ist die ugandische Homophobie – Gefängnisstrafe! – ein Stück weit auch diesem Problem geschuldet. Entscheidend für größere Erfolge der Anti-Aids-Kampagnen wird wohl die Überwindung patriarchalischer Strukturen und damit mehr Mitspracherechten der Frauen und offenerer Umgang mit Themen des Sexualverhaltens sein. In einem Land wie Uganda – und nicht nur dort – müsste jede(r) über den eigenen HIV-AIDS-Status Bescheid wissen, sich also einem Test unterziehen.

Und heute?

HIV-AIDS UgandaHeute ist immernoch eine erhebliche Sterberate zu verzeichnen, davon sind überproportional „Altinfizierte“ betroffen, während die Neuverbreitung etwas unter Kontrolle zu sein scheint. Die Kampagnen dürfen nicht nachlassen, müssen vielleicht aber neu ausgerichtet werden!

 

2018-08-02T19:49:11+00:00Mittwoch, 13. September 2017|News|