Entwicklungsland Uganda

Entwicklungsland Uganda.

Flächenvergleich

Das heutige Entwicklungsland Uganda steht mit einem HDI (Human Development Index) von 0,493 auf Platz 163 von 188 Ländern, gleichauf mit Haiti. Zum Vergleich: Deutschland befindet sich mit einem HDI von 0,926 auf Rang 4. Das Land hat eine Fläche von 236.040 km², davon 199.710 km² Festland. Zum Vergleich: Deutschland hat eine Fläche von 357.021 km², davon 349.223 km² Festland. Vielleicht hilft es beim der Größenvergleich: Die alte Bundesrepublik, vor der Wiedervereinigung, hatte eine Fläche von 248.842 km². Damit ist Uganda etwa 12.000 km² kleiner als die alte Bundesrepublik. Also ist Uganda ein eher kleines Land in Afrika.

Bevölkerungsstruktur

Entwicklungsland UgandaDie Bevölkerungsstruktur unterscheidet sich sehr deutlich von der in Deutschland. Es gibt viel mehr Kinder und junge Leute. Die Lebenserwartung von 53,98 Jahren liegt im Schnitt aber weit unter der in Deutschland mit 80,32 Jahren. Während Deutschland die Geburtenrate je Frau (Fertilität) von 1,39 hat, liegt sie in Uganda bei 6,71. Die Bevölkerungsdichte liegt in Deutschland bei 227,82 und in Uganda bei 174,25 Einwohner pro km². Quelle: http://www.lexas.de/index.aspx.

Es macht wenig Sinn, historisch Verantwortliche für den heutigen Status im Entwicklungsland Uganda zu bestimmen. Denn der erbärmliche Status ist Fakt und trifft die „normale Bevölkerung“.

Im zuvor verfassten Beitrag zur Geschichte Ugandas wurden die Stationen von der Stammesgeschichte über Kolonialismus und innere Kriege umrissen, die eine kontinuierliche Entwicklung des Landes aus seiner Situation heraus bisher eher verhindert haben. Auch heute noch gibt es an einigen Rändern des Landes erhebliche militärisch ausgetragene Konflikte. Zu Anfang der 80er Jahre war Uganda zusätzlich stark von HIV/AIDS betroffen, hier in einem weiteren NEWS-Artikel behandelt.

Beides, die blutigen Kriege und Machtkämpfe wie auch die AIDS-Epidemie haben überproportional viele Waisenkinder hinterlassen. Deshalb die Gründung der Schule 1987.

Das Land muss lernen, sich seine eigenen Ressourcen zu erschließen. Voraussetzung: Bildung und Ausbildung!

Bevölkerungswachstum und Herstellung von Nahrungsmitteln zeigen im Entwicklungsland Uganda eine Schere, die immer mehr auseinanderklafft. Vereinfacht: Wenn sich die Bevölkerung verdoppelt, wird auch die doppelte Menge an Nahrungsmitteln benötigt. Wenn aber die Entwicklung der Nahrungsproduktion langsamer vonstatten geht als die Bevölkerungsentwicklung, entsteht die Lücke, die mit dem Bild der Schere gemeint ist.

Im Jahr 1996, als Ernst Einsporn auf das Schulprojekt traf, hatte Uganda eine Bevölkerung von etwa 16 Mio. Menschen, 39 Mio. im Jahr 2015. Zum Ende des Jahres 2017 kann man von mehr als 42 Mio. Menschen ausgehen. Die landwirtschaftliche Produktion ist in dieser Zeit ebenfalls gewachsen, aber bei weitem nicht hinreichend. Der Zukauf von Nahrung wäre nur möglich, wenn die sonstige Produktionsentwicklung entsprechende Überschüsse erzeugen könnte. Davon ist aber das Entwicklungsland Uganda weit entfernt.

2018-07-16T13:09:15+00:00Mittwoch, 13. September 2017|News|